Einbruchschutz in der Urlaubszeit – Ihre Checkliste vor der Reise

Wenn andere in den wohlverdienten Urlaub fahren, haben Einbrecher leichtes Spiel. Zwar bevorzugen Diebe vor allem die Wintermonate, doch steigt die Zahl der Einbrüche auch regelmäßig in der Ferienzeit an. Um auch in den Sommermonaten größtmöglichen Schutz zu genießen, sollten Sie daher an den Einbau von Sicherheitstechnik denken sowie alles dafür tun, damit Einbrecher gar nicht erst bemerken, dass Ihr Zuhause leer steht.

Wie der jüngste Einbruch-Report der deutschen Versicherungswirtschaft zeigt, werden Einbrecher immer dreister und steigen immer häufiger auch tagsüber in Wohnungen oder Häuser ein. Besonders einladend sind für sie Immobilien, bei denen schon vom äußeren Eindruck her alles dafür spricht, dass niemand zu Hause ist. Auch wer bereits in Sicherheitstechnik wie Alarmanlagen und Videoüberwachung investiert hat, sollte die folgenden Tipps beachten.

Checkliste Einbruchschutz in der Urlaubszeit

Ein Einbrecher verschafft sich in der Urlaubszeit Zugang zu einem HausDamit Sie keine böse Überraschungen nach Ihrer Heimkehr aus dem Urlaub erleben, haben wir eine kleine Checkliste zum Einbruchschutz in der Urlaubszeit für Sie zusammengetragen. Die Tipps laufen im Grunde alle auf das Gleiche hinaus: der sicherste Einbruchschutz in der Urlaubszeit ist, ein Haus bzw. eine Wohnung möglichst immer bewohnt aussehen zu lassen. Seien Sie sparsam mit Urlaubsankündigungen und achten Sie zugleich darauf, niemandem den Zugang zu Ihrem Heim leichtfertig zu gewähren:

  • Machen Sie vor der Abreise einen Rundgang und prüfen Sie, ob auch wirklich alle Fenster und Türen geschlossen sind. Wenn Sie ganz sicher sein wollen, investieren Sie in ein Alarmsystem, das Sie automatisch darauf hinweist, wenn noch irgendwo im Haus etwas offensteht.
  • Verstecken Sie keine Ersatzschlüssel im Außenbereich. Auch nicht für Nachbarn, die Ihr Haus während Ihrer Abwesenheit für Sie pflegen sollen.
  • Bitten Sie Nachbarn, Freunde oder Verwandte darum, den Briefkasten regelmäßig zu leeren. Bei dieser Gelegenheit sollten auch gleich die Rollläden hochgezogen und gelüftet werden. Einbrecher spähen ihre Objekte gerne vorab aus und könnten so abgeschreckt werden.
  • Bestellen Sie Tageszeitungen während Ihrer Abwesenheit ab.
  • Entfernen Sie alle Kletterhilfen wie Gartenmöbel oder Leitern aus dem Garten- und der Terrassenbereich.
  • Wer länger als zehn, zwölf Tage verreist und einen Garten besitzt, sollte jemanden darum bitten, den Rasen zu mähen und Unkraut zu entfernen. Ungepflegte Gärten sind ebenfalls Hinweise für Einbrecher auf ein leerstehendes Haus in der Urlaubszeit.
  • Hinterlassen Sie auf Ihrem Anrufbeantworter keinerlei Hinweis auf eine längere Abwesenheit. Dies gilt auch für Soziale Medien. Posten Sie Urlaubsbilder von Ihrer Reise daher immer erst nachträglich. Selbst wenn Ihr Account nicht unter Ihrem Klarnamen läuft, lassen sich aus Ihren Posts meist dennoch Rückschlüsse auf Ihren Wohnort oder sogar Ihre Adresse schließen.
  • Lassen Sie keine Wertsachen wie Bargeld oder Schmuck im Haus offen herumliegen. Diese gehören im besten Fall in ein Schließfach, zumindest aber in einen abschließbaren Safe.
  • Achten Sie darauf, dass die Adresse an Ihren Koffern nicht einfach von Passanten ausgelesen werden können. Häufig sammeln Informanten solche Daten an Bahnhöfen und Flughäfen und geben diese dann an Einbrecher weiter.
  • Steuern Sie das Licht in der Wohnung zumindest mit einer Zeitschaltuhr. Einfach ein Licht dauernd brennen zu lassen, genügt nicht. Das Haus sollte möglichst auch während Ihrer Reise bewohnt wirken.

Einbruchschutz in der Urlaubszeit und darüber hinaus

Das Gefühl, beim Verreisen das eigene Heim ungeschützt zurückzulassen, kennt jeder, bei dem schon einmal eingebrochen wurde. Viele Geschädigte verlassen dann nur noch ungern für einen längeren Zeitraum Haus oder Wohnung. Was auf den ersten Blick übertrieben wirken mag, wird verständlich, wenn man die Folgen eines Einbruchs bedenkt. Durchschnittlich haben Einbruchsopfer einen Schaden von 3250 Euro zu beklagen. Da Sachschäden häufig durch Versicherer ausgeglichen werden, wiegt die Verletzung der Privatsphäre meist wesentlich schwerer. In rund 60 Prozent aller Fälle wühlen Einbrecher in den persönlichen Sachen herum. Etwas, was Geschädigte noch lange beschäftigt, selbst wenn sie glücklicherweise während des Einbruchs nicht anwesend waren.

Die überwiegende Zahl der Einbrecher ist zwar darauf aus, keine Bewohner während des Einbruchs anzutreffen, doch gibt es auch einen Tätertyp, der es geradezu darauf anlegt, dass jemand im Haus ist. Die sogenannten „Bohrer“ wollen vor allem Bargeld sowie Bank- oder Kreditkarten erbeuten. Bohrer brechen bevorzugt in den Nachtstunden ein, suchen nach Geldbörsen und verschwinden in aller Regel so geräuschlos wie sie eingedrungen sind. Zugang zu Ihrem Heim verschaffen sie sich, indem sie das Schloss der Eingangstür fachkundig und weitgehend geräuschfrei aufbohren – daher auch die Bezeichnung „Bohrer“. Gegen diesen und ähnliche Tätertypen schützen Sie sich am besten mithilfe einer Alarmanlage sowie durch Videoüberwachung.

Einbruchschutz in der Urlaubszeit durch Smart Security

Wer sein Heim einbruchssicherer machen möchte, sollte zuerst immer an mechanische Sicherungen denken. Denn in der überwiegenden Zahl der Fälle verschaffen sich Einbrecher durch Fenster und Türen Zugang zur Immobilie. Je länger die Langfinger damit beschäftigt sind, Fenster und Türen aufzuhebeln oder aufzubrechen, desto größer ist die Chance, dass sie ihr Vorhaben vorzeitig aufgeben. Dauern Einbruchsversuche länger als zwei Minuten, werden sie meist abgebrochen. Eine gute Alarmanlage, die sofort reagiert und sowohl Nachbarn als auch eine zuständige Leitstelle informiert, kann den Abschreckungseffekt verstärken. Gleiches gilt für Videoüberwachungssysteme.

Diese Sicherungstechniken helfen allerdings nur dann, wenn nicht falsch gespart wurde. Alarmanlagen aus dem Discounter schlagen meist nur in der Wohnung Alarm. Einbrecher zerstören solche Anlagen oft schnell mit roher Gewalt und setzen ihren Beutezug dann ungerührt fort. Abschreckender sind Alarmanlagen, die nicht nur gegen Vandalismus geschützt sind, sondern auch Polizei oder andere Leitstellen unverzüglich informieren. Für Laien sind solche Anlagen jedoch meist zu kompliziert, um sie fachgerecht zu installieren. Zudem sollten zeitgemäße Alarmanlagen auch so ausgestattet sein, dass Bewohner sie auch per Smartphone oder Laptop steuern und überprüfen können.

Bei Smart Security Systemen wird analoge mit digitaler Technik verknüpft. Eventuell bereits vorhandene Gebäudetechnik kann in die Smart Security integriert werden, sodass Sie als Bewohner auch im Urlaub etwa auf die Videoüberwachung Ihres Zuhauses zugreifen können. Das schafft nicht nur mehr Schutz vor Einbrechern, sondern erhöht auch Ihr Sicherheitsgefühl. Denn mit einem Smart Security System können Sie jederzeit überprüfen, wie es bei Ihnen zu Hause aussieht. Zudem lassen sich digitale Sicherungssysteme auch so programmieren, das beispielsweise Rollläden automatisch zu bestimmten Uhrzeiten hoch- und wieder runtergefahren sowie Licht ein- und ausgeschaltet wird. Mit einem Smart Security System täuscht sozusagen Ihr Haus vor, bewohnt zu sein. Und genau das ist es, worauf Sie beim Einbruchschutz in der Urlaubszeit besonders achten sollten.

Sollten Sie weitere Fragen zum Einbruchschutz in der Urlaubszeit und darüber hinaus haben, vereinbaren Sie bitte mit SOSCOM einen unverbindlichen Beratungstermin. Wir schauen gerne vor Ort bei Ihnen vorbei und geben Ihnen individuelle Tipps, wie Sie Ihr Zuhause effektiv schützen.
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